Warum es wichtig ist, wie gepflegt der Darm im Inneren ist

Glaubt man Hippokrates, sitzt der Tod im Darm. Im Umkehrschluss lässt sich annehmen, dass ebendort auch viel für das Leben getan werden kann. Und im Darm steckt Leben – und zwar reichlich!

Etwa 1.400 verschiedene Arten von Mikroorganismen können im menschlichen Darm vorkommen. Im Darm eines einzelnen Menschen tummeln sich mindestens 160 Arten (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Die Vielzahl an Bakterienarten legt nahe, dass jeder Mensch seine ganz individuelle Zusammensetzung von Darmbakterien hat. Dabei können ganz unterschiedliche Bakterien die gleiche Funktion erfüllen.

Wozu brauchen wir überhaupt Bakterien im Darm?

Jeder Bakterienstamm hat seine eigene Funktion und Wirkweise. Einige Bakterienstämme zersetzen Kohlenhydrate, andere Ballaststoffe oder Fette. Normalerweise verstoffwechselt unser Körper die Nahrung mit Hilfe verschiedener Enzyme.

Allerdings haben wir (noch) nicht für alle Nährstoffe passende Enzyme. Das mag sich mit fortschreitender Evolution ändern. Zum Beispiel fehlen uns Enzyme zum Zersetzen von Ballaststoffen. Das übernehmen dann freundlicherweise Bakterien.

Wie die Darmflora das Körpergewicht beeinflusst

Interessant ist, dass die Mikrobiota auch unser Gewicht beeinflussen. Je nachdem , wie wir uns ernähren, gestaltet sich die Zusammensetzung unserer Darmbakterien. Das bedeutet, mit unserer individuellen Ernährungsweise schaffen wir uns unser Darmmilieu für eine bestimme Darmflora selbst, sagt Prof. M. Blaut vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung.

So kann eine ohnehin für Figur und Gesundheit nicht optimale fettreiche Ernährung auch noch die Ansiedlung solcher Bakterien fördern, die die negativen Auswirkungen der Nahrungsfette zusätzlich verstärken. Und eine ungünstige Darmflora begünstigt auch diverse Darmprobleme und Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Reizdarm.

Wie kann man die Darmflora positiv beeinflussen?

Ein Weg zur optimalen Darmflora ist, die Mikrobiota mit Probiotika aufzufüllen. Das kann eine ausgeglichene Darmflora unterstützen. Damit die Probiotika ihre Wirkung entfalten und sich ein gesundes Mikrobiom ansiedeln und entwickeln kann, muss aber auch das Darmmilieu stimmen. Anders gesagt: Darm putzen ist angesagt!

Sonst ist jede probiotische Nahrungsergänzung verschwendet. Als würde man Samen auf einer Müllkippe säen, um irgendwann gesunde Früchte darauf zu ernten. Das kann nur dann funktionieren, nachdem der Grund und Boden saniert ist und nicht weiterhin Müll darauf abgeladen wird!

Den Darm aufräumen und für die Neubesiedelung vorbereiten

Darmbakterien brauchen – genau wie wir – eine Umgebung, in der sie sich wohlfühlen und alles vorfinden, was sie zum Leben und Arbeiten brauchen. Deshalb ist vor dem Einzug neuer Darmbewohner eine Darmsanierung zu empfehlen. Das heißt Darmreinigung, Entgiftung und Schutz der Darmwände.

Wie das einfach funktioniert, verrät unser Gesundheitstipp des Monats.

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